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Vero statt Facebook?
Wie das neue soziale Netzwerk bestehende Strukturen revolutionieren will

Vero True Social

Vero True Social

Vero – „true social“?

Vero ist italienisch für Wahrheit – und im Claim des Netzwerks „true social“ wird das Ziel deutlich klargestellt: Vero will die sozialen Interaktionen so real und authentisch wie möglich im Online-Bereich nachstellen, ganz ohne Advertising und Data-Mining. Ob Vero seinen Versprechungen gerecht wird und sich als Alternative zu Facebook und Instagram gestalten könnte, haben wir für euch analysiert:

Alle Macht dem User!

Ein soziales Netzwerk für Erwachsene – so beschreibt der Gründer Ayman Hariri selbst Vero. Laut eigenen Angaben war er von den Privatsphäre-Einstellungen und der Selbstbestimmung in bestehenden Plattformen frustriert und erschuf daraufhin ein Modell, das Oversharing und Advertising verhindern sollte, sowie den einzelnen User wieder in den Fokus setzt:

Individuelles Netzwerk: Durch die Kategorien Follower, Bekannte, Freunde & enge Freunde ermöglicht Vero die spezifische Auswahl, welcher Content mit wem geteilt werden soll.

Vielfalt der Möglichkeiten: Auf Vero sollen nicht nur Bilder geteilt werden, sondern auch Filme, Bücher, Musik, Links und Lieblingsplätze – eben alles, was uns begeistert.

Smarte Suche: In der persönlichen Sammlung werden neben den eigenen Posts und denen deiner Freunde auch Beiträge gespeichert, mit individuellen Interessen und Empfehlungen für dein Profil.

Das interessanteste Feature an Vero: Die Vielfalt der Möglichkeiten! Wie bereits erwähnt reduziert sich Vero, im Gegensatz zu Instagram oder Snapchat, bei den Beiträgen nicht per se auf ein Medium: Sei es der spannende Film von gestern Abend, der neueste Song deines Lieblingssängers oder das hervorragende Restaurant, in welchem du gerade isst – auf Vero kannst du die verschiedensten Facetten deines Lebens mit Freunden und Followern teilen.

Vero kehrt zudem zurück zum chronologischen Feed. Reichweite oder Relevanz von Posts kann nicht durch Bezahlung gesteigert werden. Trotz des Verzichts auf Paid Advertising ist es Unternehmen oder Influencern natürlich möglich, Profile zu erstellen, um dort eigens ihre Marke zu promoten.

„true social“: ohne Werbung und Algorithmen

Als kostenlose Plattformen sind Facebook, Instagram & Co auf Advertising zur Finanzierung angewiesen – und somit auch auf den Einsatz von Algorithmen und Data-Mining. Darauf will Vero nach eigenen Angaben komplett verzichten. Als Abonnement-basiertes Modell sieht Vero seine User als Kunden, nicht als Werbetreibende. Eine Million User können sich zunächst kostenlos für die Plattform anmelden, danach soll ein jährlicher Beitrag von wenigen Dollar anfallen. Wie hoch dieser jährliche Beitrag ist und ob er für die gesamte Plattform – oder nur für bestimmte Erweiterungsmodule – anfällt, ist noch vollkommen unklar.
Neben dem Subscription-Modell werden zudem beim In-App Verkauf von Produkten Provisionen anfallen. Unternehmen können auf ihrem Profil kostenpflichtig den „Buy Now“-Button integrieren – Vero wird dadurch zur Schnittstelle zwischen Customer und Business.

Fazit von kuehlhaus:

Die Ansätze von Vero klingen vielversprechend: Mehr Privatsphäre und Datensicherheit, Kontrolle über die eigenen Beiträge und keine Werbung oder gesponserte Beiträge. Auch wir von kuehlhaus sind von der Idee begeistert, haben uns registriert und wollen die neue Plattform zukünftig austesten. Allerdings ist das Finanzierungsmodell von Vero noch eine offene Frage und es bleibt abzuwarten, wie dieses sich entwickelt und ob das Versprechen „No-Advertising“ letztendlich gehalten werden kann. Am Beispiel von Instagram wird jedoch deutlich, dass das Verlangen nach einem sozialen Netzwerk ohne ständige Werbung im Feed wächst – genau diese Lücke könnte Vero besetzen und sich als wahre soziale Plattform etablieren.

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